Schulleitung Sekretariat Leitbild der Schule Lehrkräfte 18/19 Schülersprecher 2018/2019 Klassensprecher 2018/2019 Jugendsozialarbeit Ereignisse 2018/19 Ereignisse 2017/2018 Offene Ganztagsschule Berufliche Orientierung Schulforum Elternbeirat 2018/19 Beratung-MS Quali-Prüfung M-Zug Schulhausordnung Mitteilungen Klassen 18/19 Downloads Kalender Impressum Sitemap
Startseite Ereignisse 2017/2018 Projekt "Wir machen das" der 8b

Ereignisse 2017/2018


Müllsammel-Umweltaktion Wandertage der 7aM & 7b Knigge - alte Werte sind wieder in! Klassen der SMW erkunden Betriebe Projekt "Wir machen das" der 8b evBo 8aM & 8b Startschuss zur Berufsorientierung "Handwerk - Bau Deine Idee" Einblicke berufsorientierender Zweig Technik Tanzkursabschlussball „Tage der Orientierung“ der 9. Klassen in Krailing Vorlesewettbewerb an der Schwarzachtal- Mittelschu Gut vorbereitet in die Ausbildung Neun Referenten informierten am Berufswahlabend Kunstprojekt - "StopMotionVideos" - Klasse 8b Bundesjugendspiele 2018 Betriebserkundung Schneiderei Eduard Deml Praxistag an den Berufsfachschulen Oberviechtach u



Projekt "Wir machen das" der 8b

Drei neue Stellplätze – Schwarzachtal-Mittelschule Waldmünchen

Neun Schüler der Klasse 8b der Schwarzachtal-Mittelschule wechselten drei Tage lang vom Schüler - ins Maurerleben und lernten nicht nur jede Menge dabei. Zugrunde lag das Projekt "Wir machen das". Hierbei handelt es sich um eine Gemeinschaftsaktion unter anderem der Verbände „Bayerischer Bauindustrieverband e.V." und "Landesverband Bayerischer Bauinnungen" 

Im Rahmen mehrerer Aktionen wurden an der Waldmünchner Mittelschule in den vergangenen Jahren beispielsweise schon die Kräuterspirale, das Klassenzimmer im Freien, oder Schreinerarbeiten wie Schreinerarbeiten wie etwa eine Etagere für die Küche aus Holz und Schiefer gefertigt.

Die Maßnahme erfolgt in Kooperation mit Baufirmen, ebenso die Finanzierung. Siegfried Wagner von der Waldmünchner Firma Bau Wagner steht voll hinter diesem praxisbezogenen Projekt, welches natürlich auch an anderen Schulen angeboten wird. Ziel ist die Umsetzung von zunächst in der Theorie erarbeiteten Projekten in die Praxis. Somit erhalten die Schüler einen Einblick in die verschiedenen Bauberufe.

Diesmal entstanden hinter dem Schulgebäude drei Parkplätze. Diese waren mit Schotter belegt und sollten nun gepflastert werden. Die Firma Wagner erstellte die Pläne, übernahm den Erdaushub und den Frostschutz. Die Schüler, es hatten sich übrigens ausschließlich Buben gemeldet, übernahmen die Berechnungen, die Bestellungen der Pflastersteine und natürlich die praktische Umsetzung. Erschwert wurde das Ganze durch die Idee, die Initialen der Schule einzuarbeiten, die sich farblich von der übrigen Fläche abheben sollten. Nach der Theorie ging es an die Praxis und die jungen Baumeister, ausgestattet mit Stahlkappenschuhen und sonstiger Handwerkskleidung, zudem, so die Worte Siegfried Wagners, unbedingt auch ein abgebrochener Meterstab gehörte, gingen unter der fachlichen Anleitung von Franz Vogl mit erfrischender Motivation ans Werk.

Vor den Pflaserarbeiten galt es zunächst einmal Splitt einzubringen, sowie Betonarbeiten und die Befestigung vorzunehmen. Dem Schüler Bastian gefiel das Pflastern am besten, während Jonas sich am meisten für die Arbeit mit der Rüttelplatte begeistern konnte. Selbstredend schaute Klassleiter Michael Aumann seinen Schützlingen über die Schulter und unterstützte tatkräftig. Auch Siegfried Wagner war immer wieder mal vor Ort und nach Vollendung des Werkes spendierte er Pizza für die fleißigen Nachwuchsmaurer.

Rektor Kurt Breu betonte, dass der Praxisbezug im Unterricht durch nichts zu ersetzen ist. Er lobte Franz Vogl für seine Geduld und Kompetenz und dankte allen Beteiligten, darunter Kurt Hofmann als Vertretung von Katja Laber von der "Gesellschaft und Förderung beruflicher und sozialer Integration" einer Untergruppe des BFZ (Berufliches Fortbildungszentrum) Weiden für die Vermittlung und Organisation dieser rundum positiven Aktion. Auch für die Firma Wagner, welche für schulische Belange stets ein offenes Ohr hat, fand Breu anerkennende Worte. Erheiterung löste der Rektor aus, als er augenzwinkernd bekannte, dass er durch die Arbeit seiner Schüler nunmehr nicht mehr über Schotter ins Schulgebäude laufen müsste. Besonders freute ihn als Schulleiter der Eifer und der Elan, mit der seine Schüler sich an die Arbeit machten. Und weil körperliche Arbeit hungrig machte, kredenzte er zum Abschluss der kleinen Feierstunde Wurstsemmeln für alle.

Hofmann betonte das große Interesse an Bauberufen, welches aus den von den beteiligten Schülern ausgefüllten Reflexionsbögen hervorgehe. Die Burschen hätten Gelegenheit gehabt, in den Berufsalltag reinzuschnuppern und einige von ihnen werden ihr Berufspraktikum im nächsten Frühjahr bei Baufirmen, unter aderem der Firma Wagner absolvieren. Hofmann überreichte den Schülern jeweils ein Zertifikat, welches sie, wenn es dann um einen Ausbildungsplatz geht, den Bewerbungsunterlagen beifügen sollen. Dies, so Hofmann, wird von den entsprechenden Firmen sicherlich positiv gesehen werden.

Anerkennende Worte fand auch Bürgermeister Markus Ackermann, insbesondere für die Bauwirtschaft sowie Siegfried Wagner für dessen Engagement in der Jugendarbeit. "Der Sigi ist immer mit Herzblut dabei", freute sich das Stadtoberhaupt. Weiter gratulierte er den Schülern zu ihrer "Professionalität auf allen Ebenen". In der Waldmünchner Mittelschule ist die Bildung auf Höhe der Zeit, bestätigte er weiter und sprach allen Beteiligten seinen Dank aus.

Im Landesverband Bayerische Bauinnung und in der Stadt Waldmünchen sieht Wagner gute Partner. Er ist auch weiterhin gerne bereit, die Schule zu unterstützen, denn Kinder sind unsere Zukunft, so der Bauunternehmer. Es ist wichtig, ihnen die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche, gerade im Bauwesen, aufzuzeigen. Mit Aktionen wie "Wir machen das" wird Interesse geweckt. Das ist auch daran erkennbar, dass sich schon einige um einen Praktikumsplatz beworben haben. Für Wagner war die Aktion eine gelungene Maßnahme und er ist gerne zu weiteren Projekten bereit.

Franz Vogl war erst skeptisch, aber dann machte seine Aufgabe ihm mindestens soviel Spaß, wie den Schülern. Er sah es locker und manchmal habe er die Zügel auch ein wenig schleifen lassen. Da gab es dann schon mal ein lustiges Schubkarrenrennen. Imponiert habe ihm besonders die gegenseitige Hilfsbereitschaft.

Auch Michael Aumann war voll des Lobes und so wird der gepflasterte Stellplatz sicherlich nicht die letzte Aktion dieser Art an der Waldmünchner Mittelschule sein.



(Bericht nach Johanna Fenzl)