Schulleitung Sekretariat Leitbild der Schule Lehrkräfte 18/19 Schülersprecher 2018/2019 Klassensprecher 2018/2019 Jugendsozialarbeit Ereignisse 2018/19 Ereignisse 2017/2018 Offene Ganztagsschule Berufliche Orientierung Schulforum Elternbeirat 2018/19 Beratung-MS Quali-Prüfung M-Zug Schulhausordnung Mitteilungen Klassen 18/19 Downloads Kalender Impressum Sitemap
Startseite Ereignisse 2018/19 Mittelschüler testen Handwerksberufe

Ereignisse 2018/19


Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Bronze AUS NEUGIERDE WÄCHST POLITISCHE BILDUNG - U18 Wahl Auf den Spuren der Vergangenheit Kennenlerntage der 5. Klassen Bewerbungstraining in die heiße Phase Startschuss zur Berufsorientierung Tanzkursabschlussball 18/19 4. Sponsorenlauf und Aktion „Gesundes Pausenbrot“ SMW erstrahlt in allen Farben Schüler erkundeten den Bauernhof Graßl in Höll "Tage der Orientierung" der 9. Klassen in Krailing Mittelschüler testen Handwerksberufe Erste Hilfe Ausbildung bei den beiden 8. Klassen Berufswahlseminar 2019 Wintersporttag 2019



Mittelschüler testen Handwerksberufe

In der vorletzten Jahrgangsstufe jeder Schullaufbahn steht für die Schülerinnen und Schülern die Entscheidung über den richtigen Beruf an. Damit diese Entscheidung leichter zu treffen ist, werden zahlreiche Maßnahmen im Rahmen der Berufsorientierung durchgeführt. Eine Woche lang bekamen die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen der Schwarzachtal-Mittelschule Waldmünchen fundierte Einblicke in gängige Berufe im Landkreis Cham. In diesem Jahr läuft diese Maßnahme für die Vorentlassklassen aller Mittelschulen im Landkreis bereits im zwölften Jahr. Initiiert und finanziert wird diese praktische Woche durch die Agentur für Arbeit und das Schulamt Cham. Durchgeführt wird die Orientierungswoche vom Kolping-Bildungswerk und dem Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer in Cham.

Die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen der Schwarzachtal-Mittelschule Waldmünchen verließen ihre Klassenzimmer für Unterricht der besonderen Weise. Zusammen mit ihren Klassenleitern Agnes Zilk und Wolfgang Fichtinger fanden sich die Mädchen und Jungen jeweils am Montagmorgen in den Chamer Ausbildungsstätten ein.
Die Schülerinnen und Schüler wurden vom Leiter der Handwerkskammer in Cham, Josef Ramsauer, und vom Leiter des Kolping-Bildungswerkes, Franz Speckner, begrüßt.
Nach der Einführung ging es gleich an das Werk. Die Jugendlichen wurden in Gruppen aufgeteilt, die jeweils einen halben bis ganzen Tag in jedem Berufsfeld verbrachten.
Im Bereich Metall stellten die Schüler ein Konstrukt dar, mit dem sich auf dem Schreibtisch Ordnung schaffen lässt. Ausbilder Stefan Altmann achtete dabei ebenso wie seine Kollegen auf eine saubere und genaue Arbeitsausführung.
Im Metallbereich lernten die Jugendlichen neben Arbeiten wie fräsen, feilen und entgraten auch Tätigkeiten wie bohren, stanzen oder drehen kennen und durften Arbeitsschritte mit modernen CNC-Maschinen ausführen.
Im Bereich Holz und Farbe der ebenso wie die Bereiche Metall, Installationstechnik und Elektro durch die Handwerkskammer durchgeführt wird, ging es darum mit den Mädchen und Jungen einen Schlüsselkasten herzustellen. Dieser wurde aus unterschiedlich geformten Holzelementen für den täglichen Hausgebrauch angefertigt und anhand verschiedener Methoden mit Farben individuell gestaltet sowie mit einem QR Code versehen. Ausbilder Josef Fischer stellte den Jugendlichen den Prototypen vor und erklärte detailliert jeden Arbeitsschritt anhand einer Skizze. Bevor fleißig gesägt, gefeilt, gebohrt und geschliffen wurde, ging es erst einmal um den sicheren Umgang mit den eingesetzten Maschinen.
Im Elektrobereich wurde eine Verlängerungsleitung hergestellt. Die Rohleitung musste abgemantelt, abisoliert und die Drähte mit Aderendhülsen versehen werden. Dann wurde Stecker und Kupplung montiert. Am Ende überprüften die Ausbilder Josef Seidl und Franz Fuchs die Funktionstüchtigkeit des Produktes.
Im Bereich Heizung, Wasser und Gas wurden unter Anleitung von Ausbilder Stefan Bauer Rohrverbindungen erstellt. Dabei wurden Rohre geschnitten und gebogen, Gewinde geschnitten und mit Hanf versehen und die Leitungen am Schluss abgedrückt, um die Dichte zu prüfen. Auch die Montage eines Waschbeckens war Thema in diesem Fachgebiet.
Der Bereich Friseur mit Kosmetik und Körperpflege wird wieder neben den Bereichen Verkauf, Pflege, Lager und Hotel/Gaststätten beim Kolping Bildungswerk für Mädchen und Jungs gleichermaßen angeboten. Unter Anleitung von Friseurmeisterin Katja Kraus konnten die Teilnehmer mit Frisierköpfen arbeiten. Haare schneiden, Dauer- oder Wasserwelle legen waren genauso Thema wie die Kopfmassage beim Haare waschen, eine Handmassage, die Nagelpflege sowie das Kundengespräch. Im Bereich Altenpflege kam Pflegedienstleiterin Alexandra Dostal zum Einsatz und brachte den Teilnehmern Grundbegriffe wie Körperwahrnehmung, Nahrungsaufnahme, Waschen, verschiedene Lagertechniken oder das Blutdruckmessen näher. Da alle Theorie natürlich Grau ist, durften die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung der Fachfrau diese Tätigkeiten an Mitschülern im Pflegebett oder im Rollstuhl auch üben.
Der Bereich Handel stand als Nächstes im Fokus. Das Kolping-Bildungswerk hat dabei einen seiner Schulungsräume fest zu einem Laden, den „Kolpi-Shop„, umgebaut. Die Schüler konnten hier unter Anleitung von Tina Drexler den kompletten Ablauf einen Handelsbetrieb kennenlernen. Ware prüfen, auszeichnen und verstauen stand ebenso wie Kunden bedienen oder Kassieren auf dem Programm.    
Unter Anleitung von Alexandra Blößl wurde im Bereich Hotel- und Gaststättenberufe das Eindecken von Tischen für ein Mehr-Gänge-Menü, das Falten von Servietten und das Bedienen von Gästen mit verschiedenen Serviertechniken trainiert. Gläser- und Besteckkunde stand dabei ebenso auf dem Programm.
Im Bereich Lager ging es für die Mädchen und Jungen unter Anleitung von Anette Amberger um die Themen Warenannahme, Kommissionierung, die Eingangs- und Ausgangsverbuchung im Warenwirtschafts- und Lagersystem, um verschiedene Verpackungsmethoden sowie um die Tourenplanung.
Einen halben Tag in der Woche war auch Konrad Groitl, der für die Schulen zuständige Berufsberater der Agentur für Arbeit, in den Gruppen zu Gast. Er konnte sich ein Bild davon machen, was die Schülerinnen und Schüler in den Berufsfelder leisteten. Dabei stellte er fest, dass das praktische Anwenden von neuem Wissen den Teilnehmern riesigen Spaß bereitete. Die Agentur für Arbeit finanziert diese Maßnahme auch 2018/2019 für die über 420 Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen aller Mittelschulen im Landkreis zu einem wesentlichen Teil.
Am Freitagmittag hatten es dann alle geschafft. Neben ihren Werkstücken konnten sie auch ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme in Empfang nehmen, dass sie später einmal ihrer Bewerbung beilegen können. 

Konrad Groitl